Auf der h+h-Messe im März in Köln habe ich mir zwei wunderschöne Jelly Rolls von Moda gekauft.
Auf der Suche nach schönen Ideen für Jelly Rolls habe ich dann zunächst das Internet durchforstet. Einfach Streifen an Streifen wollte ich nicht nähen, das habe ich nämlich schon einmal gemacht.
Ich wollte ein schönes Muster, aber nicht zu viel Zeit mit akkuratem zuschneiden verbringen, das macht mir nämlich nicht wirklich Spaß. Und diese ganzen speziellen Lineale etc. habe ich auch nicht.
Eine richtig schöne Decke entdeckte ich dann hier *klick* Das ist schon eine recht einfache Anleitung, aber ich wollte es mir noch einfacher machen...wollt Ihr wissen wie?
Dann schaut einfach zu:
Leider kam ich erst bei der zweiten Rolle auf die Idee zu fotografieren, also geht es ab hier los:
Das ist die zweite der wunderschönen Jelly Rolls, diese habe ich geöffnet und jeden Streifen (die Streifen sind je 115 cm lang) zweimal halbiert und durchgeschnitten. Einfach so, ohne abzumessen
Dann habe ich immer je zwei Streifen rechts auf rechts aneinander genäht und dann jeweils die Zweierpäckchen mit einem Abstand von 1,5 Zoll (meine Nähmaschine hat da so eine Maßanzeige) zusammengenäht. Von diesen Zweierpäckchen habe ich immer sechs zusammengenäht, also insgesamt 12 Streifen. Hier muss man nur darauf achten, das man das jeweils zweite 12-er-Päckchen gegengleich näht, um ein Zick-Zack-Muster zu erhalten.
Auf diesem Foto liegen schon jeweils zwei 12-er-Päckchen rechts auf rechts zusammen:
An jeweils zwei gegengleiche Päckchen habe ich mein Lineal so angelegt, dass die Ecken übereinanderliegen. Sieht man, wie ich das meine?
Die Linie habe ich mit einem Stift markiert und gut abgesteckt. Auf dem Foto sieht man übrigens gut, dass ich alle Nahtzugaben auseinandergebügelt habe. Diese Arbeit muss man sich leider machen, damit nicht am Ende überall Knubbel sind ;-)
An meiner angezeichneten Linie habe ich die Päckchen dann mit der Overlock zusammengenäht. Ohne Overlock geht das natürlich auch, aber so sparte ich mir das abschneiden der übrig gebliebenen Ecken:
Und so hübsch sieht das dann schon aus, die Zusammensetzung der Streifen ist übrigens zufällig:
Und auch hier wieder: bügeln, bügeln, bügeln...
Die nächsten Päckchen liegen bereit:
Hier habe ich schon alle Päckchen zusammengefügt, es sind sechs quer und vier lang. Auch hier habe ich jeweils die Päckchen übereinandergelegt, angezeichnet, gesteckt und genäht:
Leider fehlt hier ein Zwischenschritt, nämlich der, wie Top und Unterseite ausgelegt und gesteckt werden. Ich habe Fleece-Meterware für die Rückseite genommen. Ohne Vlies dazwischen, das wäre zu schwer und auch zu warm geworden. Naja, der Schritt ist wie üblich: Rückseitenstoff auslegen und Top obendrauf, von der Mitte aus zu allen Seiten hin streichen und stecken.
Auf diesem Foto füge ich Top und Fleece zusammen, ich habe nur die waagerechten und die senkrechten Nähte im Nahtschatten genäht, also genau da, wo schon die Naht war:
Der Schritt ist immer sehr anstrengend, weil die Riesendecke irgendwie unter der Nähmaschine durch muss. Danach bekam meine Decke eine Pause. Ihr seht am unteren Rand, dass das noch zackig ist, die Seiten habe ich anschließend noch begradigt:
Anschließend habe ich noch einmal mit der Overlock rund um die Decke genäht:
Zum Schluss brauchte meine Decke noch eine ordentliche Einfassung, ich hatte noch Streifen übrig und habe diese zu einem langen Streifen von ca. 7 m aneinander genäht:
Diesen langen Streifen habe ich dann längs halbiert und gebügelt und anschließend auf der Vorderseite rundum festgesteppt. Ich muss jetzt nicht erklären, wie das an den Ecken geht, oder?
Das sieht doch schon mal ordentlich aus:
Über das lange Pfingstwochenende waren wir im Sauerland und ich hatte genug Zeit, die Einfassung auf der Rückseite mit der Hand festzunähen, so dass man keine Naht sieht. Das ist mir immer am liebsten, muss aber natürlich nicht sein.
Und so sieht meine Decke fertig aus, 2 m x 1,34 m groß:
Mit der Decke habe ich es mir recht einfach gemacht und ich fürchte die Profi-Quilterinnen lachen mich aus, aber für mich zählt das Ergebnis und das ist wirklich schön geworden.
Ich habe übrigens ziemlich genau eine Woche gebraucht, neben meinem 35-Stunden-Job und dem, was man außer nähen und arbeiten so alles erledigen muss.
Das ging also recht schnell!
Ich würde mich freuen, wenn ich die eine oder andere mit meinem Beitrag motivieren kann, sich auch einmal an eine solche Decke ranzutrauen. Berichtet Ihr mir dann bitte?





















